Katze pinkelt überall hin Teppichfleck

Katze pinkelt überall hin

Ursachen, Erste Hilfe & langfristige Problemlösung

Katze pinkelt überall hin Unsauberkeit getigerter Kater

Meine Katze pinkelt überall hin

Was bedeutet das?

Deine Katze pinkelt überall hin und du fragst dich, warum sie das tut und was das bedeutet? Als erfahrene Katzentrainerin weiß ich aus meiner täglichen Arbeit mit Katzen, dass Unsauberkeit eine der am häufigsten gezeigten Verhaltensauffälligkeiten bei Katzen ist.

Die Ursachenforschung ist echte Detektivarbeit und oft ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren, die in diesem Beitrag näher beleuchtet werden. Fakt ist: je mehr Katzen in einem Haushalt leben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Katze unsauber ist.

Dieser Artikel soll dir sowohl bei der Ursachenforschung helfen, als auch erste Hilfe Maßnahmen und langfristige Lösungen aufzeigen, um das Problem, dass deine Katze überall hinpinkelt, erfolgreich zu beheben.

Bitte stell dich darauf ein, dass die Problemlösung, je nach Komplexität der Thematik und wie lange sie schon besteht, eine gewisse Zeit dauern kann. Wenn du dir schnelle Lösungen wünschst und den ganzen Prozess des Ausprobierens deutlich abkürzen möchtest, empfiehlt sich die Unterstützung einer Katzen-Verhaltenstherapeutin.

Du möchtest das Pinkelproblem deiner Katze schnell in den Griff bekommen? Ich unterstütze dich gerne dabei!

Katze pinkelt überall hin

Der Mythos "Protestpinkeln"

Wenn deine Katze überall hinpinkelt in deiner Wohnung, bleib immer freundlich, ruhig, empathisch und geduldig. Denn wenn deine Katze unsauber ist und regelmäßig außerhalb des Katzenklos uriniert oder in der Wohnung markiert, kann das verschiedene Ursachen und Gründe haben. Diese herauszufinden ist teilweise echte Detektivarbeit und erfordert Know-how und ein systematisches Vorgehen.

Was in jedem Fall ein Irrglaube ist, ist das Thema „Protestpinkeln“ – denn das gibt es schlicht und ergreifend nicht in der Katzenwelt.

Wenn deine Katze unsauber ist und überall hinpinkelt, ist das immer ein Hilferuf. Deine Katze macht das nicht mit Absicht und auch nicht, um dich zu ärgern. Das bedeutet in jedem Fall es geht deiner Katze nicht gut und es liegt nun an dir, möglichst schnell herauszufinden, was der Grund dafür ist und wie du diesen beseitigen kannst, damit es ihr wieder gut geht.

Nur weil wir als Menschen den Grund nicht immer gleich verstehen, bedeutet das nicht, dass es aus Katzensicht kein Problem ist oder gibt.

Katze pinkelt überall hin Protestpinkeln

Keine Strafen!

Warum Strafen nicht hilfreich sind und das Problem sogar verschlimmern: Wenn deine Katze überall hinpinkelt, bitte greife niemals zu Strafen, schrei deine Katze auch nicht an, werde nicht sauer ihr gegenüber oder reagiere nicht mit Ablehnung. Denn wie oben bereits erläutert, tut sie das nicht, um dich wütend zu machen. Im Gegenteil: sie ist verzweifelt, hat eventuell Schmerzen oder Stress und fühlt sich definitiv nicht wohl. Eine Bestrafung würde diesen Zustand nur noch weiter verschlimmern und zu noch mehr Frust, Stress und Pinkelei führen und wäre zudem auch nicht fair gegenüber deiner Katze. Höre auf den Hilferuf deiner Katze und geh schnellstmöglich auf Ursachenforschung , um ihr zu helfen und das Pinkelproblem zu lösen.

Die richtige Reaktion

Auch wenn es dir eventuell schwerfällt, tu nichts und ignoriere die Situation, wenn deine Katze unsauber wird und überall hinpinkelt. Auch ein Blick in ihre Richtung ist bereits eine Reaktion und sollte unterlassen werden.

Versuche nicht sauer oder wütend auf deine Katze zu sein, denn Katzen sind äußerst sensible Tiere und haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Sie merken es schnell, wenn du wütend oder frustriert bist und saugen diese Gefühle auf wie ein Schwamm und auch das verschlimmert in vielen Fällen das Unsauberkeitsproblem nochmal stark.

Mögliche Ursachen für Unsauberkeit bei Katzen

In diesem Beitrag zeige ich dir mögliche Auslöser für Unsauberkeit auf, damit du bei der Frage „meine Katze pinkelt überall hin – woran liegt das?“ genau weißt, was du tun kannst, um das herauszufinden und sie für deinen individuellen Fall zu beantworten.

Die Hauptursachen für Pinkelprobleme und Unsauberkeit bei Katzen liegen zu 10 % in einer suboptimalen Haltung mit Luft nach oben, 30 % sind gesundheitliche Gründe und die anderen 30 % sind bedingt durch die Persönlichkeit deiner Katze und fehlenden Kompetenzen, damit sie ihren Alltag möglichst stressfrei durchlaufen und verarbeiten kann. Diese drei relevanten Bereiche schauen wir uns im Folgenden genauer an.

CatSolution unsaubere weiß rote Katze hat auf hellen Teppich uriniert

Selten ist es nur ein einziger Grund oder Bereich, der zur Unsauberkeit führt. Häufig ist es so, dass Themen aus allen drei Bereichen zusammenkommen bei deiner Katze und diese in der Summe das bildsprachliche „Fass“ deiner Katze „befüllen“ und irgendwann „zum Überlaufen“ bringen, was sie dann wiederum durch ihre Unsauberkeit zeigt.

Daher ist es wichtig, alle drei Bereiche genau zu beleuchten, um nicht nur an der Oberfläche des Problems zu kratzen oder nur Symptome zu bekämpfen. Denn hier ist die konkrete Ursachenforschung und Bekämpfung wichtig für eine langfristige Lösung des Pinkelproblems.

Du lernst durch meine Wissensseite sowohl Erste Hilfe Maßnahmen als auch langfristige Lösungen kennen, damit du deiner Katze schnell und nachhaltig helfen kannst, das Unsauberkeitsproblem zu lösen und sie wieder glücklich und zufrieden in ihrem Alltag ist und du natürlich auch.

Ich unterstütze dich gerne bei der Ursachenforschung zur Unsauberkeit deiner Katze.

Katze pinkelt überall hin

Urinieren vs. Harnmarkieren

Zunächst ist es wichtig die Art der Unsauberkeit genauer unter die Lupe zu nehmen, um den Ursachen und Lösungen dafür genauer auf den Grund gehen zu können. Hierzu gilt es die Frage zu beantworten: deine Katze pinkelt überall hin – aber uriniert oder markiert sie dabei?

Die Unterscheidung

Definition Urinieren:

Beim Urinieren entleert die Katze ihre Blase vollständig auf dem Boden oder einem anderen Untergrund. Das heißt deine Katze pinkelt überall hin und nach der Blasenentleerung entsteht als Ergebnis eine große Pfütze Katzenurin außerhalb der Katzentoilette – so die Definition.

Im Gegensatz zum Harmarkieren riecht die Katze im Anschluss an dem Urin. Häufige Pinkelstellen sind vor allem Bettwäsche, Teppiche, die Couch, Betten und Klamotten, da diese aus Sicht der Katze gut riechen und angenehm sind, die Blase darauf zu entleeren, da es beispielsweise nicht spritzt.

Bei diesen Fällen von Unsauberkeit kann es sein, dass die Katze gar nicht mehr auf die Katzentoilette geht, nur noch manchmal das Katzenklo benutzt oder das Katzenklo trotzdem regelmäßig besucht.

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Erste Hilfe Maßnahmen bei Unsauberkeit durch Urinieren

Katze pinkelt ins Katzenklo
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Definition Harmarkieren

Beim Harnmarkieren beziehungsweise Markieren hingegen gibt die Katze nur tröpfchenweise Urin ab, zumeist entlang vertikaler Flächen wie Türrahmen, Fenstern, Wänden etc.

In der Regel kannst du davor die folgenden Verhaltensweisen bei deiner Katze beobachten und so das Markieren vom Urinieren unterscheiden:

  • Schnüffeln am Ort oder  Gegenstand, der im nächsten Schritt markiert wird, kann aber auch fehlen
  • Katze dreht sich um und streckt ihren Po in die Richtung des Gegenstands
  • Der Schwanz der Katze zittert
  • Sie tritt ggfs. auf der Stelle mit den Vorderpfoten
  • Sie spritzt den Urin waagerecht gegen den Gegenstand und er läuft daran herunter
  • Die Katze riecht danach nicht nochmal an der markierten Stelle
Katze pinkelt überall hin und markiert im Garten

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Erste Hilfe Maßnahmen bei Harmarkieren in der Wohnung

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Deine Katze pinkelt überall hin und du brauchst dringend Hilfe?

Mögliche Ursachen von Harnmarkieren

Sexualverhalten: Sowohl Kater als auch Kätzinnen in der Rolligkeit markieren aus dem Sexualverhalten heraus. In diesem Urin sind ganz bestimmte Geruchsstoffe enthalten, die anderen Katzen und Katern mitteilen, dass hier ein „interessanter Geschlechtspartner“ für eine Paarung unterwegs ist.

Reviermarkierung: Kater hingegen markieren gerne ihre Reviere, um andere Kater davon abzuhalten, diese zu durchqueren und ihnen die Beute und Sexualpartnerinnen streitig zu machen. Dies betrifft vor allem Freigänger und Reviere außerhalb der Wohnung oder des Hauses und lässt sich als klassischer Ressourcenkonflikt einordnen.

Eine Kastration kann hier in ca. 70% der Fälle Abhilfe schaffen. Sollte dies nicht helfen, kann es an der mangelnden Stress-Resilienz des Katers liegen und es gilt hieran gezielt zu arbeiten, um diese zu stärken und das Problem zu lösen. Bei reinen Wohnungskatzen hat Unsauberkeit nichts mit der Kastration oder intakt sein zu tun. Da ist die Hauptursache dann der fehlende Umgang mit Stress und Frust, den sie wiederum durch gezieltes Verhaltenstraining (s. unten) erlernen können.

Übersprungshandlung: Die Katze kann nicht gut mit Stress umgehen oder überspielt etwas und markiert reflexartig gewisse Stellen, um sich in einer bestimmten Situation wieder zu beruhigen und dadurch Stress abzubauen. Dabei wird häufig das Riechen und auf der Stelle Tippeln zu Beginn und zum Ende des Harmarkierens übersprungen.

Erlerntes Harmarkieren: Einige Katzen laufen im Revier auf und ab und markieren vor der Nase ihrer Besitzer. Diese werten das gezeigte Verhalten fälschlicherweise als „Protesthandlung“. Allerdings ist es so, dass die Menschen in diesen Situationen immer und ausnahmelos auf das Markieren der Katzen reagieren. Und wenn das Ziel bzw. unerfüllte Bedürfnis der Katze in diesem Moment der Wunsch nach Aufmerksamkeit ist, erfüllt die Reaktion des Menschen dieses Bedürfnis jedes Mal.

Aus Sicht der Katze ist dann manchmal eine negative Reaktion, wie zum Beispiel schimpfen, tatsächlich und traurigerweise besser als keine. Aus Menschen- und Trainersicht ist das natürlich nicht so.

Um der Katze ein erlerntes Harmarkieren abzugewöhnen, damit sie nicht mehr überall hinpinkelt, sollte der Besitzer das Verhalten in jedem Fall ignorieren, damit sich das gezeigte Verhalten nicht mehr lohnt und automatisch weniger gezeigt wird. Weiterhin ist es wichtig, an der Ursachenbekämpfung zu arbeiten, denn auch hier ist der Auslöser eine schlechte Stressresilienz bei der Katze (Kompetenzmangel).

Parallel kann trainerisch ein Alternativverhalten ausgewählt werden, welches der Mensch verstärkt beachtet, sodass das Harnmarkieren aus Sicht der Katze nicht mehr funktioniert und nur noch die Alternativhandlung zum Erfolg führt.

Automatisiertes Markieren: Hierbei ist der Auslöser die Gewohnheit. Irgendwann in der Vergangenheit der Katze gab es schon einmal Gründe, die primäre Auslöser des Harmarkierens waren und irgendwann wieder verschwunden sind. Da das Harmarkieren jedoch in der Zwischenzeit so regelmäßig gezeigt wurde, hat es sich bereits als Gewohnheit bei deiner Katze etabliert.

Hier ist die Lösung wieder ein trainerischer Ansatz: es gilt die Gewöhnung  im Kopf der Katze „umzuprogrammieren“, damit die Katze nicht mehr überall hin markiert. Wichtig dabei ist herauszufinden, in welchen Situationen die Katze das Harmarkieren zeigt.

Du möchtest die Stress-Resilienz deiner Katze stärken? Ich helfe dir gerne dabei!

Katze pinkelt überall hin

Langfriste Lösungen für Unsauberkeit & Harmarkieren

1. Gesundheit überprüfen

Gesundheits-Check

Gesundheitliche Ursachen ausschließen: Deine Katze pinkelt überall hin und du weißt nicht warum – dann ist es in jedem Fall ratsam und wichtig, schnellstmöglich gesundheitliche Ursachen wie Schmerzen und Erkrankungen auszuschließen, bevor du in die Optimierung des Klomanagements einsteigst bzw. ins Katzentraining zur Stärkung der Stress-Resilienz und Frustrationstoleranz deiner Katze startest. Denn insbesondere, wenn deine Katze immer sauber war und die Unsauberkeit plötzlich kommt und du keinen potenziellen Auslöser im Umfeld der Katze entdecken kannst, ist eine gesundheitliche Ursache, wie z.B. eine Blasenentzündung, Blasensteine etc. in Betracht zu ziehen. Auch Schmerzen im Bewegungsapparat oder dem Rücken können zu Pinkelproblemen führen. Dabei spielt das Alter deiner Katze keine Rolle.

Katze pinkelt überall hin: Verhaltensänderungen identifizieren

Kläre bitte folgende Fragen in Bezug auf deine Katze für dich ab, bevor du zum Tierarzt gehst:

  • Ist ihr Fressverhalten wie vor der Unsauberkeit?
  • Ist ihr Trinkverhalten wie vor der Unsauberkeit?
  • Ist ihr Spielverhalten wie vor der Unsauberkeit?
  • Ist ihr Tag-Nacht-Rhythmus wie vor der Unsauberkeit? Schläft sie genauso viel und lange?
  • Ist ihr Vokalisationsverhalten / Miauen wie vor der Unsauberkeit?
  • Ist ihr Kuschelverhalten mit dir, anderen Menschen und Tieren im Haushalt wie vor der Unsauberkeit?
  • Kannst du deine Katze an den gleichen Stellen berühren / nicht berühren, wie vor der Unsauberkeit?
  • Ist deine Katze ausgeglichen und ruhig? Fühlt sie sich wohl in ihrem Fell?

Sobald sich in einem dieser Punkte auch nur eine Kleinigkeit verändert hat oder etwas minimal anders ist, notier dir das und nimm es unbedingt mit zur tierärztlichen Besprechung, um die gesundheitliche Abklärung umfassend zu beleuchten.

Verhaltensänderungen deiner Katze sind ein eindeutiges Zeichen, dass deine Katze ein (körperliches) Problem hat. Katzen sind von Natur aus Meister im Verstecken von Schwächen und Unwohlsein, da sie dort als „leichte Beute“ angesehen werden würden. Daher ist es für den Menschen auch sehr schwierig ist, das rechtzeitig zu erkennen, vor allem, wenn dieser nicht gezielt darauf achtet.

Natürlich kann es auch sein, dass deine Katze die Unsauberkeit als einziges Symptom einer körperlichen Beschwerde zeigt. Behalte dies bitte immer im Hinterkopf. Wenn du die Ursachenforschung abkürzen möchtest, ist es auch ein hilfreicher Hinweis beim Tierarzt alles abgeklärt zu haben und zu wissen, dass bei deiner Katze gesundheitlich alles in Ordnung ist und du diesen Ursachenblock vorerst ausschließen kannst, damit du dich gezielt den anderen zwei Themenbereichen Haltung und Persönlichkeit widmen kannst.

Tipp: Krankenversicherung für Katzen

Sollte es dir finanziell nicht möglich sein, diese Untersuchungen durchführen zu lassen, überleg dir gut, ob du nicht vielleicht doch eine Versicherung für deine Katze abschließen möchtest. Da hast du zwar eine Sperrzeit von 4 Wochen und musst sämtliche Altbefunde angegeben, aber nach dieser Wartezeit kannst du problemlos alle relevanten Untersuchungen durchführen lassen und deiner Katze schnell helfen.

CatSolution Transportboxtraining rot weiße Katze sitzt in Transportbox und schaut durch offene Dachklapp raus

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Tierarzt-Untersuchungen

Wichtige Grund-Untersuchungen beim Tierarzt zur Analyse und Abklärung von Unsauberkeit bei Katzen sind:

Unsauberkeit

durch Urin
  • Großes, geriatrisches Blutbild mit SDMA-Wert und dann je nach Auffälligkeit weitere Untersuchungen einleiten
  • Großer Checkup, Abtasten des Körpers, Untersuchung der Vitalparameter (Atemfrequenz, Puls, etc.)
  • Sterile Urinentnahme mit Sediment - direkt aus der Blase (wenn Sediment aktiv: bakteriologische Untersuchung einleiten)
  • Ultraschall der Organe, insbesondere Urogenitaltrakt (Harnleiter, Blase, Niere etc.)

Unsauberkeit

durch Kot
  • Geriatrisches Blutbild (s. oben)
  • Wurmtest, Giardientest
  • Labor einer Stuhlprobe (z.B. bei Enterosan Vet)
  • Ultraschall des Magendarmtraktes
  • Futtermittel-Allergietest
  • Beratung und Analyse mithilfe einer Ernährungsberaterin wie Julia Lercher von "Pfotenklang"

Weitere relevante Untersuchungen, wenn deine Katze immer noch überall hinpinkelt und die obigen kein hilfreiches Ergebnis erbracht haben:

  • Ggfs. Röntgen, um Blockaden im Rücken oder Arthrose zu identifizieren (je nach Gangbild und Auffälligkeiten oder Voruntersuchung bei einer Katzen-Physiotherapeutin)
  • Dentalröntgen bei einem Zahnspezialisten –> jede 2. Katze ab 5 Jahren hat FORL, eine schmerzhafte Erkrankung die an den Zahnwurzen beginnt und sich nicht von außen durch einen einfachen Blick in den Mund feststellen lässt (kein Tierarzt dieser Welt hat einen „Röntgenblick“ und sieht von außen die Zahnwurzeln)
  • Magen-/ Darmuntersuchung (v.a. bei Unsauberkeit in Zusammenhang mit Kot wichtig)
  • Allergien ausschließen

Bei positiven Befunden solltest du selbstverständlich den Rat deines Arztes oder deiner Ärztin zur Behandlung oder weiteren Abklärung befolgen. In vielen Fällen löst sich dann das Unsauberkeitsproblem auch sehr schnell auf.

Katze pinkelt überall hin: Unregelmäßige Unsauberkeit

Wenn deine Katze nur manchmal in die Wohnung pinkelt bzw. außerhalb vom Katzenklo Urin lässt oder markiert, kann die Ursache trotzdem gesundheitlicher Natur sein. An manchen Tagen ist deine Katze einfach emotional stabiler, an anderen kommt zusätzlicher Stress durch andere Faktoren hinzu, oder auch chronische Schmerzen sind an unterschiedlichen Tagen unterschiedlich stark und beeinträchtigend. Daher kann das Pinkelverhalten deiner Katze hier ebenso tagesformabhängig variieren und an manchen Tagen intensiver bzw. weniger intensiv bis gar nicht gezeigt werden.

2. Haltung & Wohnraum-Bedingungen

Katze pinkelt überall hin: Klomanagement optimieren

Das kannst du beim Thema Klomanagement alles ausprobieren und optimieren, um das Problem, dass deine Katze überall hinpinkelt, zu lösen:

Größe der Katzenklos: Viele handelsübliche Katzenklos sind deutlich zu klein. Das Katzenklo sollte in der Diagonale mind. 1,5-mal, besser 2-mal so lang sein, wie die Körperlänge deiner Katze. Tipp: Die „SAMLA“-Boxen vom schwedischen Möbelhersteller sind sehr günstig und super geeignet als Katzenklo, wenn man eine Einstiegsöffnung reinschneidet.

Anzahl Katzenklos: Es sollte mind. 1 Klo mehr als Katzen in deinem Haushalt existieren. Pro 60qm solltest du deinen Katzen mind. 1 Klo anbieten. Das heißt bei 190 qm brauchst du mind. 3 Katzenklos, auch wenn du nur eine Katze hast.

Zusätzliches Katzenklo aufstellen: Wenn der Pinkelplatz kürzer als einen Monat besteht, dann solltest du mind. für 14 Tage ein Zusatzklo an die Urinierstelle platzieren und stehen lassen. Wenn das neue Klo angenommen wird, aber langfristig nicht dort stehen bleiben darf aus irgendwelchen Gründen, kannst du in kleinen Schritten nach frühestens 2-3 Wochen anfangen und es in 15 cm Schritten in Richtung des regulären Klos positionieren. Jeden Tag rückt es also 15 cm näher an das ursprüngliche Klo heran, solange die Unsauberkeit nicht wieder gezeigt wird.

Wenn die Pinkelstelle bereits länger als einen Monat genutzt wird, dann muss das neue Klo mind. 4 Wochen an der Pinkelstelle stehen bleiben, bis es langsam in Richtung altes Klo gerückt werden darf in kleinen Schritten.

Standort: Zwei Katzenklos, die nah beieinanderstehen, gelten aus Katzensicht als „ein Klo“ und bringen dein Klomanagement daher nicht weiter. Stell diese bitte mit größerem Abstand zueinander oder noch besser: in jeweils getrennten Räumen auf. Das Klo sollte nicht in der Nähe vom Futter- oder Wasserplätzen stehen und auch nicht in der Nähe von Schlafplätzen deiner Katze, da dies für deine Katze nicht natürlich ist und zu zusätzlichem Stress und Unwohlsein führen kann.

Die Katzentoiletten sollten auch nicht in der letzten Ecke stehen. Die Katze sollte zudem genug Fluchtmöglichkeiten in mind. 2 Richtungen haben. Daher sind Hauben-Klos mit einem Ausgang oder Ecktoiletten auch nicht optimal für Katzen mit Pinkelproblemen.

Kloart: Hier sind die Vorlieben von Katzen individuell und Probieren geht über Studieren. Die meisten Katzen bevorzugen jedoch offene Toiletten mit mind. 2 Fluchtmöglichkeiten. Diese bieten auch einen besseren Lichteinfall und Luftzirkulation  und ähneln mehr natürlichen Toilettenplätzen in freier Wildbahn.

Teste gerne einmal verschiedene Kloarten (Haube, offen, Hopp-in etc.) aus – vorausgesetzt diese erfüllen die o.g. optimalen Größenbedingungen und beobachte, welche Kloart deine Katze präferiert. Für ältere Katzen und Kitten sollte der Einstieg zudem gut machbar und nicht zu hoch sein.

Katzenstreu: Auch hier gilt es die individuellen Vorlieben deiner Katze herauszufinden und verschiedenes Streu auszuprobieren (Naturstreu, Klumpstreu, Silikatstreu, Pallets, Sand aus dem Baumarkt oder Alternativen wie Zeitungen, Handtücher etc.). Plane pro Testphase bitte mind. 14 Tage pro Streu ein.

Bei mehreren Katzentoiletten kannst du auch zwei oder mehr Streuarten parallel testen und auch mal durchtauschen innerhalb der Toiletten und dokumentieren, wo die Katze öfter auf die Toilette geht und ob es einen Zusammenhang mit dem gewählten Streu gibt.

Sehr feine Streuarten oder Sand aus dem Baumarkt sind auch sehr beliebt bei vielen Katzen, da es sehr weich und angenehm an den Pfötchen ist.

Wichtig: geruchsneutrales Streu, bitte kein Babypuderduft oder sonstiges Streu mit Gerüchen kaufen, denn Katzen haben sehr empfindliche Nasen und empfinden das in den meisten Fällen als sehr unangenehm, fühlen sich dadurch gestresst und meiden das Katzenklo und setzen ihren Urin außerhalb davon ab.

Streuhöhe: Die Katzentoilette sollte großzügig (mind. 5-6 cm) mit Streu befüllt sein, weil die meisten Katzen das natürliche Scharr- und Buddelbedürfnis so besser befriedigen können. Bei älteren Katzen oder solchen mit Problemen im Bewegungsapparat (Rücken, Wirbelsäule, Hüfte) wähle lieber eine ganz niedrige Streuhöhe (Boden gerade so bedeckt), da sie hier einen festeren, geraden Stand haben und das für diese Tiere angenehmer und schmerzfreier ist.

Reinigung / Hygiene: Vorbildliche Hygienemaßnahmen sind wichtig, d.h. mind. 2 x am Tag oder öfter jedes Katzenklo von Kot und Urin befreien und alle 14-28 Tage eine intensive Grundreinigung der Toilettenwanne mit Alkoholreiniger (mind. 70 %) und Enzymreiniger (mind. 20 Min einwirken lassen).

Du solltest für Katzen „stinkende“ Reiniger wie Chor- oder Zitronen-Reiniger vermeiden, da diese Gerüche sehr unangenehm für die Katzen sind und das Problem, dass deine Katze überall hinpinkelt, ggfs. noch verstärken können.

Ebenso sollte kein Ammoniak in den verwendeten Reinigungsmitteln enthalten sein, weil dies ein Bestandteil von Katzenurin ist und leicht zum „überpinkeln“ verleitet. Das ist vor allem ein Problem, wenn du damit Urinstellen außerhalb der Katzentoilette reinigst, da die Katze so eher verleitet ist, dahin zu pinkeln, wo es bereits nach Ammoniak riecht.

Wenn du alle genannten Punkte vom optimalen Toilettenmanagement geprüft und befolgt hast, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Auslöser nicht (nur) in den äußeren Rahmenbedingungen und dem Umfeld deiner Katze liegt, sondern in ihrem Inneren zu suchen und finden ist.

Katzen mit einer schlechten Frustrationstoleranz und Stressresilienz können mit Frust und Stress im Alltag nicht so gut umgehen, wie solche Samtpfoten, die da besser aufgestellt sind, weil sie es nie gelernt haben. Gezieltes Katzentraining kann ihnen dabei helfen, diese Kompetenzen auf- und auszubauen und deine Katze von innen heraus zu stärken. Am Ende dieser Seite erfährst du mehr über das Katzentraining als langfristige Lösung von Pinkelproblemen und Unsauberkeit bei Katzen.

CatTalk Frau mit Britisch Kurzhaarkatze auf Schoß sitzt auf dem Boden und lächelt Laptop an

Pinkeltagebuch zur Dokumentation der Maßnahmen

Bei der Haltungsoptimierung und Optimierungen im Bereich Klomanagement, die du ausprobierst, ist es immer wichtig, dass du sämtliche Änderungen mindestens 14 Tage lang versuchst und durchziehst, bis du sie als erfolgreich oder nicht hilfreich bewertest. Denn so lange dauert es teilweise, bis die Katze diese wirklich annimmt.

Probiere auch nicht zu viele verschiedene Maßnahmen gleichzeitig aus. Denn dann weißt du am Ende nicht mehr, welche Änderung jetzt den gewünschten Erfolg gebracht hat. Mein

Tipp: Notiere alle Änderungen in deinem Pinkeltagebuch. Dabei ist wichtig für die spätere Erkennung von Mustern, wann du welche Änderung begonnen oder beendet hast, wie oft deine Katze an diesem Tag gepinkelt und markiert hat und ggfs. noch der Ort des Geschehens, wenn dieser variiert. Du kannst auch unkompliziert mit einfachen Strichlisten arbeiten und das Tagebuch am besten bei deinen Putzsachen platzieren, damit jeder auch noch so keine Vorfall direkt dokumentiert werden kann.

Katzentraining als Schlüssel zur Lösung von Pinkelproblemen bei Katzen

Katzensitting Katze frisst aus Napf

Katze pinkelt überall hin: Optimierung der Ressourcen- und Wohnraum-Bedingungen

Ziel: Stressauslöser finden und beheben

Solltest du das Klomanagement optimiert und die Gesundheit deiner Katze überprüft haben und dennoch markiert sie oder pinkelt überall hin, dann ist der Auslöser mit hoher Wahrscheinlichkeit Stress. Dann gilt es nun die Stressoren zu finden und nach Möglichkeit zu beseitigen. Wenn diese für dich nicht direkt ersichtlich sind, ist es ratsam, die Unterstützung eines Experten in Anspruch nehmen und gemeinsam auf Ursachenforschung zu gehen.

Mögliche Stressoren:

  • Änderungen im Haushalt: Gab es zeitgleich mit dem Beginn des überall Hinpinkelns deiner Katze nennenswerte Änderungen in deinem Alltag oder Haushalt (z.B. neue Menschen oder Tiere sind eingezogen oder ausgezogen, Umzug, neuer Partner, neue Nachbarn etc.). Es kann auch ein anderes Waschmittel, Putzmittel etc. als Auslöser für Pinkelprobleme fungieren.
  • Änderungen im Tagesablauf: Hat sich in deinem Tagesablauf oder dem deiner Katzen etwas gravierend geändert, seit deine Katze überall hin pinkelt? Katzen sind Gewohnheitstiere und reagieren teilweise sehr sensibel auf Änderungen.
  • Disharmonie in der Katzengruppe: Stress innerhalb einer Katzengruppe ist einer der häufigsten Gründe für Pinkelprobleme bei Katzen. Wenn sich deine Katzen untereinander nicht besonders gut verstehen, sich meiden, es regelmäßig zur Fauchereien, Knurren, Drohstarren, Kämpfen oder anderen Streitereien kommt, kann das einen Zustand des Dauerstresses bei deinen Katzen hervorrufen, der wiederum zu Unsauberkeit oder  Harmarkieren führen kann. Hier gilt es mithilfe von gezieltem Katzentraining aktiv an der Stressresilienz und Impulskontrolle der Katzen zu arbeiten und sie von innen heraus zu stärken, damit sie sich wieder besser verstehen und besser miteinander kommunizieren können. Dadurch entsteht wieder mehr Harmonie in deiner Katzengruppe und das Harmarkieren wird eingestellt.
  • Ressourcenkonflikte: Hier ist eine Prüfung und ggfs. Optimierung vorhandener Ressourcen in deinem Katzenhaushalt wichtig. Hast du ausreichend Rückzugsorte für deine Katze, genug Liegeplätze, sind diese auf verschiedenen Höhen und in unterschiedlichen Räumen? Gibt es genügend Kratzbäume, Kratzmöbel und Klettergelegenheiten für all deine Katzen? Sind ihre Futterplätze weit genug auseinander? Im Zweifel biete von allem „etwas mehr“ an, denn eine „Luxussituation“ kann deinen Katzen dabei helfen, mögliche Ressourcenkonflikte zu lösen.
  • Katzengerecht eingerichtete Wohnung: Ist deine Wohnung wirklich katzengerecht eingerichtet? Hat deine Katze alles, was sie zum Leben braucht?
  • Tierarzt-Besuch: Gab es einen stressigen Tierarztbesuch oder anderen Termin, der bei deiner Katze akuten Stress ausgelöst haben könnte?
  • Freigänger / Wohnungskatze: Hatte deine Katze zuvor Freigang und jetzt lebt sie in der Wohnung? Dann deutet dies auch auf einen schlechten Umgang mit Stress und Frust hin, der mit Katzentraining optimiert werden kann. Eine Alternative wäre das Spazierengehen mit Geschirr und Leine oder dem Katzenrucksack bzw. eine Katzen-Buggy, wenn der ungesicherte Freigang für deine Katze nun nicht mehr möglich ist.
  • Futtermanagement: Bekommt deine Katze ausreichend hochwertiges Futter, um ihren individuellen Energiebedarf zu decken? Erhält sie ihre Tagesration verteilt auf mind. 4-5 Mahlzeiten pro Tag? Eine artgerechte Ernährung mit hochwertigem Nassfutter und vielen über den Tag verteilten Mahlzeiten kann Abhilfe schaffen. Mehr dazu erfährst du im Catinar „Artgerechte Katzenernährung.
  • Ausreichend Schlaf: Schläft deine Katze mind. 16-18 Stunden pro Tag? Dann hat sie ein gesundes Schlafverhalten. Tut sie dies nicht, solltest du der Ursache (Gesundheit, Stress etc.) nochmal genauer auf den Grund gehen und diese beheben. Denn Schlafmangel kann zu Dauerstress und wiederum zu Unsauberkeit führen.
  • Soziale Interaktion: Sind die Bedürfnisse deiner Katze nach sozialer Interaktion (mit dir, anderen Menschen, Artgenossen oder Tieren) ausreichend erfüllt? Katzen sind entgegen vieler Aussagen keine Einzelgänger, denn auch sie schließen sich in der Natur zu kleinen Gruppen zusammen, unterstützen sich bei der Aufzucht von Jungen und wollen auch insbesondere in der Wohnungshaltung nicht vereinsamen und Kontakte zu Artgenossen pflegen dürfen. Ein Mensch kann keine Artgenossen ersetzen, egal, wie viel Zeit er mit der Katze verbringt. Und wenn du eine Vergesellschaftung planst und hierbei Unterstützung benötigst, hol dir hierfür gerne einen Profi an die Seite, der dich unterstützt. Denn bereits bei der Auswahl der Zweitkatze kann man sehr viel falsch machen und bei einer schlecht geplanten und durchdachten Zusammenführung sowieso, was sich wiederum negativ auf den Erfolg der Vergesellschaftung auswirkt.
  • Beschäftigung & Auslastung: Wie viel Zeit pro Tag genießt deine Katze deine ungeteilte Aufmerksamkeit? Hiermit ist nicht gemeint, dass du TV schaust und deine Katze dabei auf dem Sofa abwesend gestreichelt wird, sondern: gemeinsames Spielen mit der Reizangel oder einem anderen Lieblingsspielzeug, Training, kleine Aufgaben, die deine Katze lösen darf, Futter-Enrichment, gemeinsame Spaziergänge etc. Spiel und körperliche sowie geistige Auslastung sind kein nice to have für deine Katze, sondern ein wichtiges Grundbedürfnis, das du als Halter erfüllen solltest, für ein glückliches und zufriedenes Katzenleben. Katzen schlafen ca. 16-18 Stunden pro Tag. Das heißt sie sind 6-8 Stunden wach und wenn sie in dieser Zeit keine Aufgabe bekommen, nichts zu tun haben, das Futter einfach in den Napf gefüllt wird und Essen maximal 5 Minuten pro Mahlzeit einnimmt, jeder Tag für sie gleich verläuft, können Langeweile und Unterforderung langfristig zu psychischen Problem bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten wie Unsauberkeit oder Harmarkieren bei deiner Katze führen. Daher ist der Schlüssel zum Erfolg: biete deiner Katze mehr Auslastung und Beschäftigung, Dinge, die sie auch ohne dich tun kann. Mehr Infos findest du im Catinar „Langeweile Adé.

Im Catinar „Langeweile Adé“ lernst du mehr über Futter-Enrichment und die artgerechte Beschäftigung und Auslastung von Wohnungskatzen.

3. Bedürfnisse, Persönlichkeit und Kompetenzen

Deine Katze pinkelt überall hin: Die Nicht-Erfüllung individueller Bedürfnisse deiner Katze als Ursache für Unsauberkeit

Eine weitere Ursache von Pinkelproblemen bei Katzen ist in vielen Fällen die unzureichende Erfüllung ihrer individuellen Grund- und Wachstumsbedürfnisse. Wichtige Grundbedürfnisse deiner Katze sind neben ausreichend Futter, Wasser, Schlaf, Toilettengängen und Sozialkontakten zudem Sicherheit und ein angstfreies Leben. Dazu gehört, dass sie nicht von anderen Katzen gemobbt oder gejagt wird und sich in ihrem Lebensraum frei bewegen kann. Dass Alltagsgeräusche, wie ein Staubsauger, die Türklingel, Föhn, Kaffeemaschine etc. sie nicht (mehr) beängstigen oder stressen und sie keine Angst vor anderen Menschen oder Tieren in ihrem Lebensraum hat, wie z.B. Besuch, Postboten etc.

Sind die Grundbedürfnisse deiner Katze erfüllt und haben die gesundheitlichen Nachforschungen und die Haltungsoptimierung sowie das optimierte Toilettenmanagement nicht den gewünschten Erfolg gebracht, solltest du dir die Wachstumsbedürfnisse „Anerkennung und Selbstverwirklichung“ deiner Katze genauer ansehen sowie ihre individuellen Kompetenzen und Persönlichkeitseigenschaften – am besten zusammen mit einem Katzentrainer, der genau weiß, woran ihr wie gezielt arbeiten könnt.

Das Bedürnis nach Anerkennung meint, dass deine Katze viel Lob erhält, du dich über sie und mir ihr freust, sie merkt, wenn sie Dinge toll macht und dass sie einen positiven Einfluss auf die Welt hat und ihr Handeln ihr ebenfalls Erfolge ermöglicht. Dadurch wird ihr bewusst, dass sie die Welt verändern kann, ihr Handeln positive Erfolge bringt und sie wird mutiger und selbstbewusster durch die Welt gehen, weil sie weiß, sie hat einen Einfluss auf ihr Umfeld und ist diesem nicht hilflos ausgeliefert.

Das Bedürnis nach Selbstverwirklichung bedeutet, deine Katze darf Dinge selbst entscheiden und mitbestimmen. Sei es die Futterauswahl, wann sie spielen oder kuscheln möchte oder einfach die Akzeptanz von anderen Menschen und Tieren im Haushalt, dass sie eventuell grad ihr eigenes Ding machen möchte und dabei nicht gestört werden will oder im Medical Training oder bei Tierarztbesuchen ein Mitbestimmungsrecht bekommt. 

Möchtest du deine Katze und ihre Kompetenzen gezielt stärken durch Katzentraining? Ich unterstütze dich gerne dabei.

Deine Katze pinkelt überall hin: Katzentraining als Game Changer

Wie deine Katze mit Frust und Stress umgeht, ist zu ca. 30-50 % genetisch vererbt. Die anderen 50-70 % kannst du durch gezieltes Katzentraining positiv beeinflussen und deine Katze von innen heraus stärken.

Wenn deine Katze schlecht mit Stress und Frust im Alltag umgehen kann, weil sie es nie gelernt hat und als Ausweg das Problemverhalten der Unsauberkeit zeigt, oder sie grundsätzlich sehr ängstlich und zurückhaltend ist und mit vielen Alltagssituationen überfordert, ist Katzentraining dein Game Changer und Schlüssel zur Problemlösung bei Unsauberkeit.

Wenn eine Katze viel Stress hat und dadurch im Alltag schnell und oft überfordert ist, kann sie das auf lange Zeit wirklich krankmachen, denn sie leidet extrem darunter. Du kannst deiner Katze aber mit gezieltem Verhaltenstraining von nur 3-5 Minuten pro Tag sowohl helfen, Ängste zu lösen und mutiger und selbstbewusster mit ihrem Alltag, aber auch neuen Situationen umzugehen.

Katzentraining Katze sitzt auf Tisch und Besitzer hält Leckerli über ihren Kopf für ein Männchen

Stärke deine Katze von innen heraus durch Verhaltenstraining

Deine Katze wird infolge des Verhaltenstrainings deutlich mutiger und selbstbewusster, Ängste verschwinden und im Fall von Katzenstreit ist sie nicht mehr das Opfer, sondern lernt sich zu wehren und für ihre Bedürfnisse einzustehen. Ebenso lernt deine Katze durch professionelles Training, wie sie mit Stress und Frust im Alltag und allgemein besser umgehen kann und insgesamt ein „dickeres Fell“ zu bekommen, sodass sie emotional stabiler wird, Impulse besser kontrollieren kann und ruhiger und gelassener wird. Erste Erfolge zeigen sich dabei vergleichweise schnell und sind bereits nach ca. 3-4 Wochen erkennbar.

Möchtest du gemeinsam mit mir und meiner Unterstützung deine Katze durch Training stärken?

Katze pinkelt überall hin

Wichtige Hinweise

Maßnahmen & Dokumentation

Mithilfe einer UV-Lampe kannst du die Pinkel- und Markierstellen deiner Katze leichter entdecken und reinigen. Wichtig ist es, dass du nicht zu viele Dinge auf einmal änderst und zu viele Maßnahmen parallel ausprobierst, denn wenn es dann besser wird, weißt du nicht mehr, woran das jetzt lag. Daher ist meine Empfehlung, wie oben bereits erwähnt, ein sog. „Pinkeltagebuch“ zu führen. In diesem notierst du täglich in Form einer kurzen Strichliste mit Datum, wann und wie oft es einen Pinkelvorfall oder ein Harmarkieren gab und an welcher Stelle das stattfand, wenn diese variieren. Zudem ist wichtig zu vermerken, welche Maßnahme du von wann bis wann ausprobiert hast Eine Daumenregel der Verhaltensberater ist, dass eine Maßnahme mind. 10-14 Tage ausprobiert werden sollte, bis eine Wirkung bestätigt oder ausgeschlossen werden kann.
Foto Carina Römermann
Katze pinkelt überall hin

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Deine Katze pinkelt überall hin und das ist nervenaufreibend und anstrengend, das kann ich verstehen. Aber dennoch ist es kein Thema, was sich von heute auf morgen lösen lässt. Die Lösung braucht Zeit und ein strukturiertes Vorgehen und dennoch ist es realistisch und möglich, Probleme wie diese in den Griff zu bekommen. Daher ist Geduld eine wichtige Tugend für die Zeit der Problemlösung.

Solltest du dir hierbei Unterstützung wünschen, schreib mir gerne eine Nachricht und wir besprechen deinen individuellen Fall in einem kostenfreien Erstgespräch und schauen, wie ich dir helfen kann, das Pinkelproblem deiner Katze schnellstmöglich gemeinsam mit dir zu lösen und dir und deiner Katze wieder einen stress- und sorgenfreien Alltag zu ermöglichen.

Gemeinsam arbeiten wir an der Lösung deiner Herausforderungen.